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Gesunde Ernährung

Eine dem Diabetes angepasste Ernährung ist die Grundlage einer modernen Diabetesbehandlung. Und sie bedeutet keinesfalls einen Verzicht auf kulinarischen Genuss. Die Zeiten der strengen Diäten sind vorbei! Heute erstellt man persönlich abgestimmte Mahlzeitenpläne in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt oder mit einer/einem Diabetologen/-in. Und weil die Ernährungsumstellung so gesund ist, kann gleich die ganze Familie mitmachen!

Übergewicht ist ein weitverbreitetes Problem in unserer Gesellschaft – ein Problem, das bei Weitem nicht nur Diabetesbetroffene betrifft. Zuviel Fett in der Nahrung soll deshalb unbedingt gemieden werden. Bei Gemüse, Salat, Kartoffeln, Vollkornprodukten und frischem Obst darf man ruhig grosszügig sein.

 

Zucker ist unser Treibstoff

Die meisten Nahrungsmittel werden zu Zucker oder Blutzucker verwandelt, bevor sie den Blutkreislauf erreichen. Insulin ermöglicht dem Blutzucker (wie bei einem Schlüssel), vom Blutkreislauf in die Körperzellen zu gelangen, wo er in Energie umgewandelt wird. Insulin entriegelt die Zellen und lässt Zucker (den Treibstoff der Muskeln) hinein.

Mit anderen Worten: Beim Essen "tanken" wir sozusagen Treibstoff auf, was zum Anstieg des Blutzuckerspiegels führt. Diabetesbetroffene geben Insulin von aussen zu, um den Blutzucker aus dem Blutkreislauf in die Zellen, wo er dann verwendet werden kann, zu bringen. Der Zeitpunkt und die Menge des Insulins haben sich nach dem Zeitpunkt, der Art und der Menge des Essens, das man einnimmt, zu richten.

Planen Ihrer Mahlzeiten

Das Ziel des Mahlzeitenplanes liegt darin, Ihren Blutzuckerspiegel zu steuern, ein gesundes Körpergewicht zu halten und sich gut zu fühlen. Ihr Arzt kann Sie bei der Mahlzeitenplanung unterstützen, indem er die richtigen Mengen, Arten und Zeitvorgaben für die von Ihnen gegessenen Nahrungsmittel empfiehlt.

Verschiedene Nahrungsmittelarten spielen eine bestimmte Rolle innerhalb Ihres Körpers. Aufzeichnungen darüber, was, wann und wie viel Sie essen, zusammen mit regelmässigen Messungen, kann Sie und Ihren Arzt dabei unterstützen, wie die von Ihnen aufgenommene Nahrung Ihren Blutzuckerspiegel beeinflusst.

Denken Sie während Ihres Mahlzeitenplans darüber nach, welche Nahrungsmittel Sie normalerweise zu sich nehmen. Eine Art, dies festzustellen, wäre: Erstellen Sie drei Tage eine Liste darüber, was Sie essen. Ist diese Liste fertiggestellt, werden Sie und Ihr Arzt diese analysieren und sich dann folgende Fragen stellen:

  • Was sind meine Lieblingsnahrungsmittel?
  • Gibt es "Problemnahrungsmittel", die nicht gesund sind, oder von denen ich u. U. zu viel esse?
  • Welche Grössen haben meine Nahrungsportionen?
  • Wie oft esse ich?
  • Wie häufig überesse ich mich?
  • Gibt es eine Tageszeit, zu der es für mich schwieriger ist, meinen Nahrungsplan einzuhalten?

In regelmässigen Abständen zu essen, ermöglicht Ihrem Körper, zwischen den Mahlzeiten den Blutzucker zu verbrauchen. Im Allgemeinen sollte man etwa alle 4 bis 5 Stunden essen. Eine Mahlzeit auszulassen kann zu einem Überessen bei der nächsten Mahlzeit und dadurch zu höheren Blutzuckerwerten führen.

Befindet sich Ihr Blutzuckerspiegel vor einer Mahlzeit auf hohem Niveau, warten Sie etwa eine Stunde, bevor Sie erneut messen oder essen. Nehmen Sie Insulin, sprechen Sie mit Ihrem Doktor über den Gebrauch von Insulin zusammen mit den Mahlzeiten und Snacks.

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