Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.

Pflegebedürftige Erwachsene mit Diabetes

Die Verantwortung für die Pflege eines Elternteils, eines/r Partners/-in oder Freundes/-in zu übernehmen, ist eine ungemein selbstlose Entscheidung – eine Entscheidung, mit der jedes Jahr mehr und mehr Menschen konfrontiert werden. Wenn Sie jemanden dabei unterstützen, mit seiner Diabetes und den Folgekomplikationen umzugehen, kann diese Pflegebeziehung nicht nur bereichernd, sondern auch anstrengend sein. Als Pflegende/r ist Ihr bereits belebter Terminplan noch umfangreicher geworden; Sie können nicht alles erledigen, aber Sie würden gerne das Beste geben.

Sie können mit einem schriftlichen Plan beginnen. Beginnen Sie damit, indem Sie mit einem Arzt darüber sprechen, welche Dinge die zu pflegende Person benötigen wird. Versuchen Sie, an alles zu denken, von der Hilfe beim Einkauf über die Beförderung bis hin zu spezieller Ausrüstung, Verabreichung von Medikamenten und der täglichen persönlichen Pflege. Bestimmen Sie dann, wer diese Dinge zur Verfügung stellen wird: Fachpersonal, Sie, die Pflegekraft oder gewillte Familienangehörige und Freunde.

Auch bei einer optimalen Diabeteseinstellung kann es sein, dass sich die betroffene Person erschöpft fühlt. Das kommt durch die ständige Ernährungsbeobachtung, das Stechen der Fingerkuppen für Bluttests und Achten auf ausreichend körperliche Aktivität. Wenn eine Person älter wird, können diese Anforderungen noch schwerer einzuhalten sein, insbesondere bei Auftreten anderer medizinischer Komplikationen, wie z.B. schlechte Sicht, verringerte Mobilität oder Verdauungsprobleme. Zudem kann es für eine älter werdende Person schwierig sein, zu akzeptieren, dass sie Hilfe benötigt. Niemand gibt gerne seine Unabhängigkeit auf.

Tipps für pflegebedürftige Erwachsene mit Diabetes

  • Es kann für manche Menschen hart sein zu akzeptieren, dass sie nicht mehr länger für sich selbst sorgen können. Arbeiten Sie mit der zu pflegenden Person, um festzustellen, welche Tätigkeiten sie noch selbst durchführen kann.
  • Regen Sie zu Gesprächen an. Auch wenn Sie das Gefühl haben, es gäbe nichts, worüber man sich unterhalten könnte, sollten Sie sich z.B. über aktuelle Nachrichten oder einfach über belanglose Dinge unterhalten. Sich zu unterhalten hält den Verstand scharf und sorgt für soziale Beteiligung.
  • Richten Sie das Haus fall- und stolpersicher ein. Ein Sturz kann emotional destabilisierend sein für die betroffene Person, die sich hilflos und ängstlich fühlt. Ermuntern Sie die Person dazu, sich regelmässig Augen und Ohren kontrollieren zu lassen, und entfernen Sie Stolperfallen.
  • Sichern Sie das Badezimmer durch eine rutschfeste Matte in der Dusche/Badewanne oder durch eine Sitzdusche. Befestigen Sie Handtuchhalter sorgfältig und besorgen Sie evtl. einen erhöhten Toilettensitz, wenn die Person Schwierigkeiten beim Aufstehen aus Stühlen hat.
  • Ermutigen Sie die Person, weiterhin an Gemeinschaftsgruppen teilzunehmen und ihren Hobbys nachzugehen. Körperliche Aktivitäten, wie z.B. spazieren gehen oder Gartenarbeit, eignen sich optimal zur Erhaltung der Gesundheit von Körper und Geist.

Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst. Sie benötigen und verdienen Zeit, um Ihren eigenen Interessen und Zielen nachzugehen. Jemanden zu pflegen, bedeutet nicht, dass Sie Ihr Leben aufgeben müssen.

Teilen

Gespeichert unter: